B2B-Zahlungsverkehr · Juli 3, 2024 · 2 Min. Lesezeit

Wie Unternehmen die Innovationswelle im B2B-Zahlungsverkehr nutzen

B2B-Zahlungen bewegen jährlich Billionen von Dollar. Wer die aktuelle Innovationswelle strategisch aufgreift, macht sein Unternehmen zukunftssicher und positioniert es für nachhaltiges Wachstum.

Wie Unternehmen die Innovationswelle im B2B-Zahlungsverkehr nutzen
Basierend auf: PYMNTS, Juli 2024

B2B-Zahlungen bewegen jährlich Billionen von Dollar. Ein Großteil dieser Ströme läuft noch immer über Schecks und andere klassische Prozesse, die von Reibungsverlusten, Redundanzen und versunkenen Kosten geprägt sind. All das kann zu längeren DSO-Werten (Days Sales Outstanding) führen und die finanzielle Gesundheit von Unternehmen belasten. Mit der Meldung, dass der Anbieter für AP-Automatisierung und Beschaffung Basware sich mit Amazon Business integriert hat, um Einkauf und Beschaffung für Geschäftskunden zu vereinfachen, rückt die Frage, wie Unternehmen den Weißraum der B2B-Digitalisierung erschließen, wieder in den Fokus vorausschauender Unternehmen. Die digitale Transformation der B2B-Landschaft beschleunigt sich weiter: Immer mehr Unternehmen bewegen sich weg von Papierschecks und manuellen Prozessen hin zu elektronischen Zahlungsmethoden. Um in diesem Umfeld wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen ihre eigenen Anforderungen an Kreditoren- (AP) und Debitorenbuchhaltung (AR) prüfen – ebenso wie die ihrer aktuellen und künftigen Partner.

Der Ausstieg aus veralteten B2B-Zahlungsmethoden

Der klassische B2B-Zahlungsprozess – oft geprägt von Papierschecks und manueller Rechnungsstellung – ist voller Ineffizienzen. Er erfordert zeitaufwändige Aufgaben wie Dateneingabe, Fehlerabgleich und physischen Versand und benachteiligt Unternehmen bei den wachsenden Erwartungen ihrer Geschäftspartner an Effizienz, Komfort und Sicherheit.

Laut einer PYMNTS-Studie möchten 79 % der B2B-Lieferanten digitale Zahlungen erhalten – darunter Überweisung, ACH und virtuelle Karten. Schnellere Zahlungsabwicklung ist dabei nicht der einzige Treiber: 76 % der Unternehmen glauben, dass Käufer eher pünktlich zahlen, wenn sie elektronisch bezahlen. Entscheidend ist zudem: Elektronische Zahlungen geben Unternehmen Echtzeit-Transparenz über ihren Cashflow – eine Grundlage für präzisere Prognosen und bessere Finanzplanung. Automatisierte Zahlungssysteme können zudem das Cashflow-Management verbessern, indem sie pünktliche Zahlungen sicherstellen und das Risiko von Verzugsgebühren oder verpassten Zahlungen reduzieren.

Die beschleunigte digitale Transformation im B2B-Zahlungsverkehr

Die digitale Zahlungslandschaft entwickelt sich kontinuierlich weiter, getrieben von technologischem Fortschritt und veränderten Geschäftsanforderungen. Um vorne mitzuspielen, müssen Unternehmen eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung und Anpassung pflegen – Zahlungsprozesse regelmäßig überprüfen und aktualisieren, neue Technologien im Blick behalten und offen für Lösungen sein, die mehr Effizienz und Sicherheit bieten.

Unternehmen sollten zudem mit ihren Partnern in den Austausch gehen, um deren Zahlungspräferenzen und -fähigkeiten zu verstehen. Die vollständige Digitalisierung des B2B-Zahlungsverkehrs braucht eine globale Plattform, die drei Elemente zusammenbringt – Zahlungen, Daten und Software –, um kommerzielle Transaktionen zu vereinfachen. Um nahtlose Transaktionen zu ermöglichen, sollten Unternehmen auf gemeinsame Zahlungsplattformen setzen, die von ihren Partnern breit akzeptiert werden. Die Standardisierung auf Plattformen, die mehrere Zahlungsmethoden unterstützen – ACH, Überweisung, virtuelle Karten –, vereinfacht Transaktionen und verbessert die Interoperabilität.

Lieferanten, die bei diesen neuen Zahlungsformen nicht flexibel genug sind, werden Geschäft verlieren – und Käufer, die sie nicht nutzen, verlieren Umsatz und Wettbewerbsfähigkeit. Wer die aktuelle Innovationswelle im B2B-Bereich strategisch aufgreift, macht sein Unternehmen nicht nur zukunftssicher, sondern positioniert es auch für nachhaltiges Wachstum und langfristigen Erfolg.